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Freitag, 17. Juni 2016

Des Wahnsinns zweiter Teil

Heute sind es nun genau fünf Wochen ohne Küche! Ja, die für den 26.5 geplante Lieferung hat sich ein ganz klein wenig verzögert.
Aber hey, während ich hier sitze und schreibe, wuseln zwei nette Monteure durch mein Haus, stellen fest, dass sie einen komplett anderen Plan für die neu verlegten Steckdosen haben als wir, und bauen meine neue Küche ein! Es wird also mit etwas Glück heute alles fertig.
Okay, wenn man uns zwischendurch den neuen Plan hätte zukommen lassen, dann hätten wir die Steckdosen einfach anders gelegt, aber hellsehen kann ich leider nicht.

Egal, bis dahin zeige ich euch erstmal, was wir in den letzten Wochen noch so geschafft haben.

Erstmal umentschieden, dass wir doch nicht direkt auf den Putz streichen, und somit die Küche einmal schlicht und glatt tapeziert. Das war der Moment, in dem ich mich gefragt habe ob wirklich so viele Steckdosen nötig waren.



Dann mein großer Moment: Farbe an die Wand!
Und wenn ich sage Farbe, dann meine ich auch Farbe!


Und ja, es ist Absicht, dass da links nicht komplett gestrichen ist. Da kommt der Herd hin, mit eines Glasplatte an der Wand. Und hinter der Glasplatte soll die Wand weiß bleiben, falls uns doch mal wieder nach einer anderen Wandfarbe ist. Das Ding wird nämlich angeklebt, d.h. dahinter auch neu streichen wäre nicht ganz so einfach.
Ach ja, und die unordentliche Ecke da rechts unten durften die Kinder streichen, da stehen am Ende eh Schränke vor. 
Anschließend die haben wir Ausgleichmasse auf die Fliesen gekippt um die Fugen zu füllen. Das war ganz blöd! Und gut geklappt hat es auch nicht. So richtig eben ist der Boden nicht... ok, war er vorher auch nicht.
Dann noch Trittschall und Vinyl obendrauf, damit es wieder nach was aussieht
 



Und zum Abschluss noch Fußleisten. Wir haben keine gefunden, die gut genug zum Boden gepasst haben, weiße wollten wir nicht, also haben wir jetzt welche, die ziemlich genau zu den Küchenfronten passen.

Tja, und das war dann der Stand von bis heute morgen.
Nächste Woche kann ich euch dann hoffentlich eine fast fertige Küche zeigen. Um neue Rollos und die neue Sitzgruppe müssen wir uns erst noch kümmern. Und mal sehen wann wir es schaffen die Schiebetür wieder zu montieren.

Dienstag, 24. Mai 2016

Des Wahnsinns erster Teil

Erinnert sich noch jemand an meine Küchenrenovierung im letzten Jahr?
"Damals" haben wir ja nur gestrichen, und mein Mann meinte zu mir "Nächstes Jahr machen wir die Küche dann richtig!"
Ich gebe zu, so richtig habe ich das nicht geglaubt. Als wir dann vor ein paar Monaten das erste Mal im Küchenstudio waren und den ersten Preisvorschlag für eine neue Küche bekamen, hab ich es noch weniger geglaubt. Und die ersten Kostenvoranschläge der benötigten Handwerker machten es irgendwie auch nicht besser.
Trotzdem wurde nicht locker gelassen, und letztendlich haben wir tatsächlich eine Küche bestellt und Handwerker beauftragt. Alles können wir leider aufgrund mangelnder Fertigkeiten leider nicht selber machen.
Und so begann letzte Woche, an Freitag dem 13. unser ganz persönlicher Küchenwahnsinn:

Erstmal am Tag davor alles in Kartons packen

Und nachdem dann am Samstag der Fliesenspiegel dran glauben musste und die Tapete ab war, sah es schon so aus:

 

Ja, das ist die gleiche Farbe, die die Küche vor unserem Streichen hatte! Der Putz unter der Tapete war nämlich auch grün gestrichen.
Unter dem Putz, in der ehemaligen Essecke haben wir noch alte Fliesen und einen Kaminanschluss gefunden. Da stand wohl mal ein Ofen.

Samstag Abend kam dann mein Bruder für ein paar Tage, der die Sache mit dem Strom glücklicherweise vernünftig gelernt hat. Ohne seine Hilfe, wäre die Küche nicht so schnell und ordentlich neu verkabelt worden!
 
 

Nebenbei hab ich schon angefangen dort zu verputzen, wo früher die Fliesen waren.

Sooo viele schöne neue Steckdosen

Nachdem mein Brüderchen wieder weg war kamen die ersten Handwerker, haben den Wasseranschluss von einer Wand an die andere verlegt...

...und stattdessen einen neuen Heizkörper an wieder einer anderen Wand angebaut (Ja, wir machen wirklich alles neu!).


Und dann durfte ich sämtliche Wände neu verputzen


An dieser Stelle möchte ich kurz anmerken, dass die Wände sicher weit weg sind von perfekt, aber dafür, dass ich noch nie zuvor irgendwo eine Wand verputzt habe, bin ich sehr zufrieden.

Heute kam dann der Fensterbauer, und nun sieht wieder alles ganz anders aus:


Bis jetzt liegen wir super im Zeitplan und es hat eigentlich alles ganz gut geklappt. Auch das Leben ohne funktionsfähige Küche klappt erstaunlich gut.

Und nun gibt es einen Tapferkeitskeks für alle, die bis hierher durchgehalten haben, sowie das Versprechen, dass ich euch zeige wie es weitergeht, und wie es am Ende aussehen wird.


Dienstag, 12. Januar 2016

Realismus

Mein Haushalt besteht aus vier Personen: zwei Erwachsene und zwei Kinder (2 und 5), nichts außergewöhnliches.
In diesem Haushalt darf jeder mal aussuchen, was gekocht wird. Mein Großer hat sich heute für Milchreis entschieden.
Also habe ich wieder mal eine handelsübliche 500g Packung Milchreis gekauft und zubereitet. Komplett. Ja, wir haben das nicht alles aufgegessen, aber es ist auch nicht so, dass wir da morgen nochmal alle von satt werden. Die Kids ja, wir Großen nein. Ist aber ok so, war nicht anders zu erwarten.
Als ich vor einigen Wochen das letzte Mal Milchreis gemacht habe, war ich schon etwas verwirrt über die Angaben auf der Packung "Für 4 Portionen geben sie 250g Milchreis zusammen mit..."
Schon damals hab ich mich ein klein wenig über die Portionsgröße gewundert, die das wohl geben soll.
Heute also wieder Milchreis, wieder ein Blick auf die Packung (dieses Mal wohl eine andere Marke)
"250g ergeben 8 Portionen"
Hallo? Ist meine Familie wirklich so verfressen?
Oder hab ich das mit der Marktwirtschaft einfach nicht verstanden?

Liebe Milchreishersteller,
Ihr würdet sicher mehr von eurem Produkt verkaufen, wenn ihr da auch realistische Mengenangaben drauf schreiben würdet! Angenommen da ist so ein armer Student, der frisch von zu Hause ausgezogen ist, der möchte sich und seiner WG was gutes tun und Milchreis für alle kochen. Er geht ins Geschäft, kauft eine Packung und liest was von 250g für 8 Portionen. D.h. die 500g reichen für 16 Portionen. Er kauft also noch einen Liter Milch dazu und lädt all seine Freunde zur Milchreisparty ein...
Könnt ihr euch die Enttäuschung vorstellen? Dieser Student wird nie wieder Milchreis kaufen!
Hättet ihr vernünftige Angaben auf eurer Packung, dann hätte er 1. gleich 4 Packungen gekauft, und 2. würde er dies nun regelmäßig tun.
Denkt mal drüber nach...

Dienstag, 10. November 2015

Bratapfelzucker

Vor kurzem bin ich an größere Mengen Äpfel gekommen. Einen Teil habe ich zu Apfelmus verarbeitet, aus einem Teil habe ich vor kurzem Apfelkompott gemacht.
Und nach dem schälen hatte ich diesen Berg an Schalen über:


Und da ich ungern was wegschmeiße, habe ich die ganzen Apfelschalen auf zwei Bleche verteilt und bei 50 Grad Umluft im Backofen getrocknet (hat so ca. 3 Stunden gedauert)


 Das sieht dann ungefähr so aus:


Wenn die getrockneten Schalen abgekühlt sind, sind sie richtig knusprig. Jetzt dürfen sie in die Schreddermaschine (aka Multizerkleinerer) und dort einige Runden drehen, bis sie schön fein gemahlen sind.


1a Apfelpulver. Jetzt kommt der leckere Teil.
Das Apfelpulver kommt in eine Schüssel und wird abgewogen. Dann gibt man ungefähr (muss nicht genau sein!) die gleiche Menge an Zucker dazu. Ich habe zur Hälfte Rohrohrzucker und zur Hälfte Hagelzucker (für den Crunch) genommen. Jetzt großzügig weihnachtliche Gewürze nach Geschmack dazu. Zimt, Kardamom, Koriander, Nelken, Anis, Piment, Muskat waren meine Wahl.
Gut durchmischen, in Gläser abfüllen, fertig!


Da ich dieses Jahr vorhabe, möglichst viele Weihnachtsgeschenke selbst zu machen (noch habe ich ja Zeit für solche Pläne), ist das doch schonmal ein guter Anfang.


Schmeckt zum Beispiel lecker als Topping auf Gries oder Milchreis, als kleiner Crunch und Deko auf einfache Ausstechkekse, wenn einen Krümel im Tee nicht stören auch zum süßen,...

verlinkt bei handmadeontuesday

Sonntag, 26. Juli 2015

Das war's dann wohl...

...mit der Beerenernte für dieses Jahr. Hier sind die kläglichen Reste

 
Stachelbeeren, schwarze und rote Johannisbeeren, Himbeeren und die letzten zwei Ananas-Erdbeeren.
Aber ich darf nicht klagen, das Jahr war super, und der Keller ist jetzt wieder gut gefüllt mit verschiedenen Marmeladen, roter und grüner Grütze.
Die letzten Beeren wurden in Muffins verarbeitet:

 
Eigentlich ja schade, dass das nicht den ganzen Sommer über so weiter geht. Obwohl... da liegen ja noch zwei Beutel mit roten Johannisbeeren im Gefrierfach, und meine Himbeeren sind so freundlich im Spätsommer noch einmal bis in den Herbst hinein zu tragen.
Trotzdem freu ich mich schon wahnsinnig drauf, wenn ich im Winter in den Keller gehen, und ein Glas Sommer aufmachen kann.